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Si deus pro nobis, quis contra nos? - Wenn Gott für uns ist, wer kann dann gegen uns sein?
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  • Verein für beeinträchtigte Kinder und deren Eltern

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Report – Wenn Gott ja sagt . . .

Familien mit einem beeinträchtigten Kind haben mit extremen finanziellen und persönlichen Belastungen zu kämpfen. Der Verein “Kleiner Sonnenschein” will diese Familien mit Rat und Tat unterstützen und ihnen Hilfestellung bieten.

Die 5jährige Katharina ist ein aufgewecktes und fröhliches Kind, das sich besonders für die Kamera unseres Fotografen interessiert und sich schnell mit ihm anfreundet. Nur der Umstand, dass sie nicht laufen kann, verrät, dass sie an einer Behinderung leidet und ihre motorischen und geistigen Fähigkeiten beeinträchtigt sind.

Auf sich allein gestellt

Ginge es nach den ersten Diagnosen der Ärzte, dürfte sie nicht einmal sitzen können, erzählt uns Katharinas Vater, Michael Kapp. Die Erfahrung, dass betroffene Eltern mit den Folgen und Schwierigkeiten einer solchen Diagnose im Grunde auf sich allein gestellt sind, haben Kapp gewogen, den Verein “Kleiner Sonnenschein” zu gründen, um Eltern, die in einer ähnlichen Situation sind, zu unterstützen und ihnen Hilfe anbieten zu können.

Kleiner Sonnenschein

Die gesetzlichen Anlaufstellen können nur bedingt helfen. Kapp hat in vielen Gesprächen mit Eltern festgestellt, dass viel diese Erfahrung gemacht haben. “Wenn keiner etwas tut, dann verändert sich auch nichts, also haben wir den Verein “Kleiner Sonnenschein” gegründet”, erzählt er. Über den Namen musste der Obmann des Vereines nicht lange nachdenken, denn die kleine Katharina ist ein “kleiner Sonnenschein”. Der Name ist passend, denn der Verein soll ein Lichtblick sein für Eltern, die ein behindertes Kind haben und am Anfang kaum weiter wissen.

Lichtblick

Auch Kapp kennt diese Erfahrung. Die Fragen nach dem Warum, ob man etwas falsch gemacht hat, Selbstvorwürfe und Zweifel machen einem schwer zu schaffen. “Mir ist da der Römerbrief eingefallen und ich haben mir gedacht: Wenn Gott ja sagt, dann kann niemand dagegen sein!”. Viele Eltern schämen sich und ziehen sich zurück. Der Verein soll sie darin bestärken, sich nicht zu verstecken.

Erfahrungsaustausch

Der Erfahrungsaustausch unter Betroffenen ist wichtig, ebenso Ratschläge zu geben oder anzunehmen. “Einerseits soll man die Hoffnung nie aufgeben, andererseits ist es wichtig, sich keine falschen Hoffnungen zu machen” erzählt Kapp. Meistens ist finanzielle Hilfe am Nötigsten.

Si deus pro nobis, quis contra nos? Wenn Gott ja sagt, dann kann niemand dagegen sein!” – Michael Kapp, Vater von Katharina.

Finanzielle Belastung

Kapp zeigt uns einen unscheinbaren “behindertengerechten” Ball: Kostenpunkt € 65,00! Noch höher sind die Kosten für spezielle Therapien, wie Logopädie oder Pferdetherapien. Schon Alltagsgegenstände schaffen Probleme und hohe Kosten. Ob es sich dabei um eine Spezialbett handelt oder um einen geeigneten Autositz, alles ist mit viel Aufwand und hohen Kosten verbunden. Der Verein will spezielle Therapien finanziell ermöglichen und einen Tauschbörse für therapeutisches Material oder Hilfsmitte für die Pflege einrichten.

Unterstützung und Spenden

Besonders wichtig ist dem Verein der Kontakt zu weiteren Betroffenen und er ruft dazu auf, sich beim “Kleinen Sonnenschein” zu melden. Der Verein ist auf Unterstützung und Spenden angewiesen. Mit € 30,00 Jahresbeitrag kann man als Mitglied den Verein unterstützen. Auch Spenden sind willkommen. “Das Lächeln der Kinder wird unser Dank sein”, sind die Mitglieder vom “Kleinen Sonnenschein” überzeugt.

Informationen

Weitere Informationen zum Verein,  zur Mitgliedschaft  sowie über Spendenmöglichkeiten unter www.kleinersonnenschein.com

Günter M. Pinter